Zahntechniker beherrschen es auf fast schon geniale Art, mit Farben und Formen zu spielen. Auf der Suche nach dem einfachen Weg zur hohen Ästhetik kommen viele heute an mehrschichtigen Zirkonoxid-Materialien, wie Katana ML (Kuraray Noritake), kaum vorbei.

Satus quo

Im Jahr 2013 wurden erstmals polychrome Zirkonoxid-Discs (Katana Multi-Layered ML) angeboten. Gute mechanische Eigenschaften gehen einher mit einer natürlich schönen Gestaltung. Die mehrschichten Discs lassen auf effizientem Weg eine hohe Ästhetik zu. Im Jahr 2015 wurde der nächste Schritt getan und die Multi-Layered-Familie um zwei faszinierende Materialien ergänzt: Katana Zirconia STML und UTML. Viele Zahntechniker schwören bei monolithischen Versorgungen auf die Multilayered-Discs. Andere benutzen das Material als Gerüstgrundlage.

ZTM Alexander Fink:

„Mit Katana ML können wir endlich wie Dentin fräsen.“

Wo liegen die Unterschiede

Das Charmante an der Verarbeitung des polychromatischen Rohlings ist der fließende Farbverlauf. Sanfte Zahnschmelz-, Dentin- und Zahnhalsfarbabstufungen sind im Blank integriert und unterstützen den natürlichen Farbverlauf der Restauration.

Die Multilayered-Zirkonoxidrohlinge werden in drei verschiedenen Transluzenzstufen angeboten. Die Transluzenz des Materials nimmt von ML über STML bis zu UTML zu.

Aufgrund des erhöhten Glasanteils variiert auch die Festigkeit, was zu veränderten Indikationen führt.

 

  • ML = Transluzenter Multi-Layer-Rohling
    1050 bis 1100 MPa | Kronen- und Brückengerüste, monolithische Versorgungen
  • STML = Super Transluzenter Multi-Layer-Rohling
    700 MPa | Vollkonturkronen, anatomisch-reduzierte Gerüste bis zu drei Gliedern
  • UTML = Ultra Transluzenter Multi-Layer-Rohling
    550 bis 600 MPa | Veneers, Onlays oder Vollkontur-Kronen mit dünnen Wandstärken

Beispiel Katana UTML

Die Vollkontur-Veneers (Katana UTML) – Test-Arbeit von ZT Attila Kun – wurden mit einer minimalen Stärke von 0,3 mm gefräst. Trotz geringer Schichtstärke kam es zu keinen Frakturen oder Abplatzungen an den Randbereichen. Die Veneers zeigen eine schöne Transparenz. Die individuelle Charakterisierung wurde über die Maltechnik erreicht. Attila Kun empfiehlt, die Malfarben (External Stains, CZR) nicht als pure Pigmente anzuwenden, sondern mit Glasur (FL Glaze, Kuraray Noritake) abzuschwächen. Nachdem die keramische Oberfläche mit Liquid (ES Liquid, Kuraray Noritake) benetzt worden war, wurden der zervikale Bereich intensiviert und der Schneidebereich leicht bläulich bemalt.

Beispiel Katana STML

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Vollkontur-Kronen im Seitenzahnbereich. Auch bei Katana STML ist der Glasanteil deutlich erhöht. Unterschied zu UTML ist, dass zusätzlich zum Chroma auch die Transluzenz von inzisal nach zervikal variiert. Damit ist dieses Material beispielsweise für die Herstellung monolithischer Kronen gut geeignet. Neben den exzellenten Farbeigenschaften ist die vergleichsweise geringe Härte zu betonen, was bei Kronen im Seitenzahnbereich ein interessanter Aspekt ist.

Beispiel Katana ML

Das Gerüst wurde aus Katana ML gefräst und ist die farbgebende Basis. Die keramische Verblendung wird auf ein Minimum reduziert (teilreduzierte Schichttechnik). Die Farbstabilität resultiert aus dem Inneren (Gerüst) heraus. Somit ist eine hohe Reproduzierbarkeit gegeben. Zudem gewährt die dünne Verblendschicht ein kontrolliertes geringes Schrumpfverhalten und legt die Basis für eine hohe Stabilität mit geringem Chippingrisiko.

ZT Attila Kun:

„Das Gerüst ist die farbtragende Basis, denn es wird ein Dentinkern aus Zirkonoxid gefräst.“

Um die Vielfalt im Laboralltag mit all ihrer Individualität abdecken zu können, findet jedes der Materialien aus der Katana-Familie seine klare Berechtigung.


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