Emotionen und Fakten, Handwerk und CAD/CAM, Materialien und Konzepte – das waren die Themen des 2. „Keramik“ Day.

Der Tag präsentierte sich mit einem geschliffenen Gesamtkonzept. Basis waren die teamorientierten Behandlungskonzepte der Referenten, die zahntechnische Kompetenz von Goldquadrat und die auf minimalinvasive Zahnmedizin abgestimmten Produkte von Kuraray Noritake.

Leben ist Reflexion

„Lasst uns die Welt mit anderen Augen sehen“

ZTM Alexander Fink widmete sich der Familie der Multi-Layered-Discs (Katana ML) und dem adhäsiven Universal-Zement Panavia V5.

ZTM Alexander Fink widmete sich der Familie der Multi-Layered-Discs (Katana ML) und dem adhäsiven Universal-Zement Panavia V5.

ZTM Alexander Fink widmete sich Katana Zirconia Multilayer und zeigte das Potenzial der polychromatischen Zirkonoxid-Discs. Nach dem Fräsen eines Dentinrohlings charakterisiert er das Gerüst mit Malfarbe charakterisiert und überzieht es mit einer Schmelzschicht (CZR Luster-Massen). Der Referent stellte die polychromatischen Discs UTML (Ultra Translucent) und STML (Super Translucent) vor. Bei Katana STML ist zusätzlich zur Farbintensität die Transluzenz abgestuft. Mit der Überzeugung, dass Zahntechniker auch über Befestigungsstrategien einen beratenden Part einnehmen können, stellte er Panavia V5* (Kuraray Noritake) vor. Geeignet für alle Zementindikationen ist das Material in fünf Farbtönen erhältlich.

*Panavia V5
Einfach! Entspannt! Zementieren! Panavia V5 ist ein adhäsiver Universal-Befestigungszement. Dank der Automix-Spritze ist die Handhabung denkbar einfach. Mit nur einem Zement können alle Indikationen abgedeckt werden – von Kronen, Table Tops und Brücken, über Marylandbrücken, Veneers bis hin zum Hybrid-Abutment. Optimale Ästhetik: Panavia V5 steht fünf verschiedenen Farben zur Auswahl.

Kunst der Kommunikation

ZTM Andreas Piorreck (li) und ZA Jan Kurtz-Hoffmann stellten ihr Arbeitskonzept vor. Im Mittelpunkt stehen minimale Invasivität und hohe Ästhetik.

ZTM Andreas Piorreck (li) und ZA Jan Kurtz-Hoffmann stellten ihr Arbeitskonzept vor. Im Mittelpunkt stehen minimale Invasivität und hohe Ästhetik.

Das auf funktionell-ästhetische Zahnmedizin spezialisierte Referententeam, ZA Jan Kurtz-Hoffmann und ZTM Andreas Piorreck, stellte die Kommunikation in den Fokus. „Unser Konzept baut sich aus zuhören, planen, zeigen, umsetzen auf“, so Jan Kurtz-Hoffmann. Er sensibilisierte für eine wertschätzende Gesprächskultur mit Patienten und Behandlungspartnern. „Bei der Planung ästhetischer Restaurationen kommunizieren wir in der Regel über das Digital Smile Design (DSD)“, so ZA Hoffmann. Mit DSD gelingt es auf reproduzierbarem Weg, Patientenfälle zu erfassen, auszuwerten und die therapeutischen Konsequenzen zu planen. „Wichtiges Planungstool ist die Fotografie“, so ZTM Piorreck. Goldstandard sei die Spiegelreflexkamera. Dem System Smile Capture (Link Artikel Newsblog Smile Capture) sprachen die Referenten das Potenzial zu, die digitale Fotografie mit wenig Aufwand in den Alltag zu integrieren.

Trompe l’oeil*

ZT Attila Kun sprach u.a. über die transluzenten, polychromatischen Discs Katana STML und UTML.

ZT Attila Kun sprach u.a. über die transluzenten, polychromatischen Discs Katana STML und UTML.

ZT Attila Kun verblüffte mit der außergewöhnlichen Begabung, Objekte detailgetreu abzuzeichnen. Danach stellte er anhand von zehn Patientenfällen seine zahntechnische Lernkurve dar. Er sprach über die interne Malfarbentechnik (Internal Stain, Noritake) und gab sinnvolle Anwendungstipps. Zum Beispiel mischt er die Malfarben mit etwas transparenter Masse ab und kann so mit der Farbe spielen. Auch Attila Kun arbeitet gern mit den mehrfarbig kolorierten Zirkonoxid-Discs (Katana ML). Er verleiht dem dentinreduzierten Gerüst einen fließenden Farbverlauf und der Restauration von innen heraus die gewünschten lichtoptischen Eigenschaften. Die neuen UTML- und STML-Discs erachtet er als perfekte Ergänzung.

*Trompe l’oeil
(franz. täusche das Auge) ist eine illusionistische Malerei, die mittels perspektivischer Darstellung Dreidimensionalität vortäuscht.

Cocktail an Indikationen

Daniele Rondoni gab einen materialtechnischen Überblick zu Zirkonoxid-Materialien und deren Biegefestigkeit, Lichtbrechungsindex und

Daniele Rondoni gab einen materialtechnischen Überblick zu Zirkonoxid-Materialien und deren Biegefestigkeit, Lichtbrechungsindex und

Daniele Rondoni (Savona, Italien) bündelte mit seinen Ausführungen die Themen seiner Vorredner. Er sprach beispielsweise über den materialspezifischen „Index of Refraction“ (IOR) und veranschaulichte drei Generationen von Zirkonoxid: von opak über transluzent bis hin zu den polychromatischen super- und ultratransluzenten Discs (Katana* STML und UTML). Daniele Rondoni thematisiert zudem die Festigkeitswerte, denn „Ästhetik ist eine Symbiose aus lichtoptischen Eigenschaften, Morphologie und Funktion“. Konventionelles transluzentes Zirkonoxid habe eine Biegefestigkeit von zirka 1100 MPa. Katana STML (zirka 700 MPa) und UTML (zirka 620 MPa) liegen deutlich darunter, was bei monolithischen Restaurationen beachtenswert sei. Der Referent appellierte an die gute Oberflächenpolitur, die dem Antagonisten zugutekommt.

*Katana
Wörtlich aus dem Japanischen übersetzt bedeutet Katana „Schwert“. Kuraray Noritake vereint unter dem Begriff verschiedene Zirkonoxid-Materialien für prothetische Restaurationen. Katana ML war im Jahr 2014 die erste polychromatische Zirkonoxid-Disc mit vier integrierten Farbstufen. Seit 2015 ergänzen die innovativen Materialien Katana UTML (ultra-transluzent) und STML (super-transluzent) die Produktfamilie.

Sharing Inspiration: Noritake Family

Alle Referenten erwähnten ihre Aktivitäten auf Facebook. Viele Noritake-Anwender schätzen diese Art der Kommunikation und so ist es kaum verwunderlich, dass die „Noritake Family“ auf Facebook innerhalb kurzer Zeit eine lebendige Community geworden ist.

„Hier kann ich mich mit Kollegen vernetzen und Informationen, Emotionen sowie Inspirationen austauschen.“

Fazit und Vorschau

Der 2. „Keramik“ Day war voller positiver Energien. „Die Referenten haben zu ästhetischen Höchstleistungen aus Vollkeramik inspiriert“, sagte Rüdiger Bach (Geschäftsführer Goldquadrat). Termin für den 3. „Keramik“ Day: 26. November 2016.

Bilder: Annett Kieschnick, Berlin