„Jetzt machen auch wir Druck!“ Viele Labore erkennen die Vorteile der additiven digitalen Fertigung für den Arbeitsalltag und denken über die Anschaffung eines 3D-Drucksystems nach. Waren 3D-Drucker bislang hauptsächlich der Industrie oder Fertigungszentren vorbehalten, sind sie nun für Dentallabore erschwinglich. Ein Gerät mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis wird ab sofort von Goldquadrat angeboten: Der Form 2 (Formlabs).

Zahntechniker können mit der Etablierung des 3D-Drucks nur gewinnen. Doch wo genau liegen Vorteile und welcher 3D-Drucker ist für das jeweilige Labor optimal geeignet? Ohne Frage: Die 3D-Drucktechnologie öffnet Grenzen und bietet ein hohes Potenzial. Teilweise wird in Marketingprospekten von den „bahnbrechenden“ Einsatzmöglichkeiten des 3D-Druckers bei der Herstellung von Zahnersatz berichtet. „Es werden hohe Erwartungen geschürt. Wir von Goldquadrat sehen den 3D-Druck realistisch und sachlich“, so Rüdiger Bach (Goldquadrat). Das Unternehmen bietet seit einigen Monaten mit Form 2 (Formlabs) einen modernen Präzisionsdrucker zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. „Der 3D-Druck wird als unterstützendes Gerät ein wichtiger Bestandteil innerhalb der laborinternen Fertigungskette. Dafür bieten wir unseren Kunden ein hochwertiges Gerät zu einem erschwinglichen Preis.“

Was kann der 3D-Druck heute?

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Der 3D-Druck hält für Dentallabore viele Vorteile bereit. Derzeit können mit einem Drucker Hilfsstrukturen für die Herstellung von Zahnersatz: Modelle, Implantatbohrschablonen, Abformlöffel, ausbrennbare Gerüste (z. B. Kronen, Brücken, Modellguss, Geschiebeteile) etc. gefertigt werden. Der definitive Zahnersatz aus dem 3D-Drucker ist momentan eine Illusion, deren Realisierung an entsprechenden Materialien scheitert. Und doch bietet die 3D-Drucktechnologie ein hohes Potenzial. Ein Vorteil ist, dass Objekte in nahezu uneingeschränkter Formvielfalt und Komplexität am Computer konstruiert und umgesetzt werden können. Zudem ist der Herstellungsaufwand unabhängig von der Stückzahl. Es wird nur das Material verbraucht, welches für das zu erstellende Objekt benötigt wird. Somit kann der 3D-Druck als ressourcenschonend betrachtet werden.

Die Technologie vereinfacht dargestellt: Der Zahntechniker konstruiert am Rechner einen digitalen Datensatz (CAD). Er entwirft ein dreidimensionales Objekt, dessen Daten an den 3D-Drucker übergeben werden. Damit der Drucker die CAD-Informationen verarbeiten kann, werden diese in einer Software in hauchdünne Scheiben geschnitten (Slices). Die mikroskopisch feinen Lagen werden beim Druck wieder übereinanderlegt und es entsteht ein physisches Objekt der CAD-Konstruktion.

Form 2 von Formlabs

Der Begriff „3D-Druck“ gilt als Synonym für alle additiven Verfahren. Hierzu gehören u. a. das Lasersinterverfahren (SLM), die Stereolithografie (SL) und Digital Light Processing (DLP) (Maskenbelichtung), das 3D-Pulverbettdrucken und das Extrusionsverfahren (FDM). Der von Goldquadrat angebotene 3D-Drucker Form 2 basiert auf der Maskenbelichtung. Dieses Verfahren orientiert sich an der Stereolithographie. Ein Unterschied ist die verwendete Lichtquelle. Anstelle eines Lasers kommt ein DLP-Projektor oder Beamer zum Einsatz. Eine Besonderheit des Präzisionsdruckers ist das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Das Komplettpaket beinhaltet den eigentlichen Drucker Form 2, Harztank und Wischer, Konstruktionsplattform, Finish Kit, PreForm-Software und eine 1-Liter-Kartusche mit Kunstharz. Zudem sind weitere Materialien verfügbar, z. B. transparentes, weißes oder schwarzes Kunstharz, ein polypropylenähnliches Harz, hochbelastbare sowie flexible Materialien, gussfähige und ausbrennfähige Kunstharze und ein biokompatibles Kunstharz als Medizinprodukt Klasse 1. Auch die hohe Auflösung des Form 2 ist bemerkenswert. Je nach Material werden 100, 50 oder 25 µm erreicht. „Mit dieser umfassenden Materialvielfalt und der hohen Auflösung sind Zahntechniker für alle derzeitigen Indikationen gerüstet“, so Rüdiger Bach. Dazu gehören z. B. Bohrschablonen, Modelle, individuelle Löffel und CAD-Cast-Gerüste.

Fazit

Der 3D-Druck hält als unterstützende Fertigungstechnologie zahlreiche Vorteile bereit. Das Potenzial, das im 3D-Druck liegt, ist hoch. Die Materialien werden weiterentwickelt und das Indikationsspektrum wird steigen. Wer sich frühzeitig mit der Technologie auseinandersetzt, wird dann klare Wettbewerbsvorteile haben. Der Drucker Form 2 kann z. B. auf der IDS 2017 (21. März bis 25. März in Köln) am Stand von Goldquadrat (Halle 10.1, Stand B 040) begutachtet werden. Hier stehen auch Experten bereit, die genaue Auskunft zu diesem modernen Präzisionsdrucker geben können.

 

Bilder © formlabs